Erlkönigs Traum

Goethes „Erlkönig“, Schillers „Bürgschaft“ und Heines „Loreley“, aber auch die Gedichte Fontanes oder die expressionistischen Gedichte Benns – Inhalte und Formen der deutschen Dichtung sind abwechslunsgreich und vielfältig. In diesen Werken spiegelt sich nicht nur die jeweilige Entstehungszeit wider: Ebenso wurden viele dieser Gedichte in immer neuen Kontexten vorgetragen, vertont, auswendig gelernt oder als Zitate verwendet. Sie wirkten identitätsstiftend, denn in vielen von ihnen wurde das kulturelle Selbstverständnis der Deutschen sichtbar. In Zeiten der Verlagerung des geschriebenen Wortes hin zu vielfältigen multimedialen Formen rückt die deutsche Lyrik jedoch allmählich in den Hintergrund und verschwindet zunehmend aus dem kollektiven Bewusstsein. Im aktuellen Projekt „Erlkönigs Traum“ begibt sich das „Theater 11. August“ auf musikalisch-szenische Spurensuche ins Feld der deutschen Dichtung und erforscht dessen theatrales Potential! Eine Arbeit mit Live-Zeichnungen auf dem Tageslichtprojektor.

 

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